WordPress vs. statische Websites: Was ist besser für KMU?
Von Sönke Schäfer
WordPress: 43 % aller Websites weltweit
WordPress ist das meistgenutzte CMS der Welt. Und für viele Anwendungsfälle ist es auch eine gute Wahl — Online-Shops, Nachrichtenportale, Websites mit hunderten Seiten und mehreren Autoren.
Aber für eine KMU-Website mit 5 bis 10 Seiten? Da wird WordPress schnell zur Kanone auf Spatzen.
Was WordPress gut kann
- Große Ökosysteme: Tausende Themes und Plugins für fast jeden Zweck.
- Selbst editierbar: Sie können Texte und Bilder im Browser ändern.
- Bekannt: Fast jeder Webdesigner kennt WordPress.
Wo WordPress zum Problem wird
Sicherheit
WordPress ist das meistangegriffene CMS der Welt. Nicht weil es schlecht ist, sondern weil es so verbreitet ist. Jedes Plugin ist ein potenzielles Einfallstor. Regelmäßige Updates sind Pflicht — und wenn ein Update eine Funktion zerschießt, brauchen Sie jemanden, der das repariert.
Performance
Eine frische WordPress-Installation ist relativ schnell. Aber nach ein paar Plugins (SEO, Formulare, Sicherheit, Caching, Backup) und einem Page-Builder wie Elementor liegt der PageSpeed-Score bei 40 bis 60. Die Seite lädt 3 bis 5 Sekunden.
Laufende Kosten
WordPress selbst ist kostenlos. Aber: Hosting mit PHP und Datenbank kostet mehr als statisches Hosting. Premium-Plugins kosten jährlich. Und wenn Sie die Updates nicht selbst machen, brauchen Sie einen Wartungsvertrag. In 3 Jahren kommen da schnell 1.000 bis 2.000 € zusammen.
Abhängigkeit
Viele WordPress-Seiten sind so stark von Plugins und Page-Buildern abhängig, dass ein Umzug zu einem anderen System praktisch ein Neubau ist.
Was statische Websites anders machen
Eine statische Website wird einmal gebaut und als fertige HTML-Dateien auf den Server gelegt. Es gibt keine Datenbank, kein PHP, keine Login-Seite die gehackt werden kann.
| WordPress | Statische Website | |
|---|---|---|
| Ladezeit | 3-5 Sekunden | unter 1 Sekunde |
| Sicherheitsupdates | Monatlich nötig | Keine nötig |
| Hackbar? | Ja (Login, Plugins) | Praktisch nein |
| PageSpeed Score | 40-70 | 95-100 |
| Hosting-Kosten | 10-30 €/Monat | ab 4 €/Monat |
| Selbst editierbar | Ja (CMS-Backend) | Nein (Änderungen über Entwickler) |
Der Elefant im Raum: Selbst editieren
Der größte Vorteil von WordPress ist das Backend — Sie können Texte und Bilder selbst ändern. Bei einer statischen Website geht das nicht so einfach.
Die ehrliche Gegenfrage: Wie oft ändern die meisten KMU-Websites etwas? In meiner Erfahrung: ein- bis zweimal im Jahr. Dafür ein komplettes CMS mit all seinen Nachteilen betreiben?
Für regelmäßige Änderungen biete ich Monatspakete an, die deutlich günstiger sind als ein WordPress-Wartungsvertrag.
Fazit
Wenn Sie einen Online-Shop mit 500 Produkten brauchen oder täglich neue Inhalte veröffentlichen — nehmen Sie WordPress (oder besser: Shopify).
Wenn Sie eine professionelle Firmenpräsenz mit 5 bis 10 Seiten brauchen, die schnell lädt, sicher ist und keine laufende Wartung braucht — ist eine statische Website die bessere Wahl. Schneller, sicherer, günstiger.